Kategorie

Kindesmisshandlung

In einer Moschee bei Paris forderte ein Gastprediger die Gläubigen auf, ihre Kinder ab elf Jahren zu schlagen, wenn sie das Gebet auslassen. Damit war er nachsichtig: Ein als authentisch eingestufter Hadith besagt, man solle Kinder mit sieben Jahren zum Beten anhalten und sie mit zehn dafür schlagen (Abu Dawud 495). Ab diesem Alter sollen sie laut einem anderen Hadith jedes Gebet damit beenden, Zuflucht vor der Qual der Hölle und des Grabes zu suchen (Muslim 588) – Qualen, die der Koran ausführlich beschreibt: verbrannte Haut, die durch neue ersetzt wird, kochendes Wasser, das über die Köpfe gegossen wird (4:56, 22:19). Im Iran erhielt ein Vater, der 2020 seine jugendliche Tochter enthauptete, neun Jahre Haft, während Mädchen ab neun Mondjahren strafmündig sind. Wo diese Texte zum Gesetz werden, ist die Kindheit kurz. Wo sie wortwörtlich gelehrt werden, beginnt die Angst früh.

1 Artikel

Die Imame von Aulnay haben den Koran nicht bloß zitiert – sie haben ihn kuratiert

Ein Gebetsraum in Aulnay-sous-Bois nördlich von Paris wurde für sechs Monate geschlossen, der Verein, der ihn betrieb, inzwischen aufgelöst. Seine Prediger rechtfertigten die Ermordung eines Koranverbrenners, hetzten gegen Juden und Ungläubige und stellten Schiiten unter Schweine und Hunde. Der Anwalt der Moschee deutet an, Frankreich bestrafe neuerdings das Zitieren des Korans. Das Gericht sah das anders.

Anzeige
Pleven Publishing

Unsere Partner