Die Crème de la Crème der Hadithe

Hier eine Auswahl von Sahih-, also authentischen, Hadithen, die Episoden aus dem Leben Mohammeds schildern. Der Islam hält ihn für den größten Menschen, der je gelebt hat, und er selbst widersprach nicht: Er nannte sich den Herrn der Kinder Adams und fügte bescheiden hinzu, dass er damit nicht prahle (Sahih Muslim 2278; Jami' at-Tirmidhi 3615).

Die Hadithe überliefern auch seine Lehren, und der Guru des Islam überließ nichts dem Zufall, nicht einmal die intimsten Angelegenheiten. Wie soll man sich nach der Notdurft abwischen? Mit Steinen, mindestens drei, und niemals mit der rechten Hand (Sahih Muslim 262). In ungerader Zahl (Sahih al-Bukhari 162). Niemals mit Knochen oder Dung, denn sie sind Nahrung der Dschinn (Sahih al-Bukhari 3860). Den Polytheisten seiner Zeit war das aufgefallen:

„Euer Gesandter lehrt euch alles, sogar über die Exkremente.“— Bemerkung gegenüber Salman al-Farsi, der mit „Ja“ antwortete (Sahih Muslim 262)

Es wurde auch Zeit. Mit nur 86 Milliarden Neuronen hätte die Menschheit ein so komplexes Verfahren nie allein ausarbeiten können. Muslime nennen die Zeit vor dem Islam die Dschahiliyya, das Zeitalter der Unwissenheit. Jetzt wissen wir, worüber.

Jesus sprach von der Latrine nur, um zu sagen, dass das, was dort landet, niemanden verunreinigt: Was den Menschen verunreinigt, kommt aus seinem Herzen (Markus 7,18–23). Dann predigte er weiter die Nächstenliebe. Bei allem Respekt vor dem Sohn Gottes: Es gibt im Leben mehr als die Liebe. Sechs Jahrhunderte später brachten Allah und sein Gesandter das Gespräch wieder auf praktische Dinge. Mohammed bleibt mit Abstand der pragmatischste Prophet, den der Gott Abrahams je gesandt hat.

Wenden Sie diese Hadithe an, und Ihr Leben könnte sich durchaus ändern: Mohammed war ein beeindruckender Lebenscoach. Erwarten Sie aber keine Spiritualität. Sie finden bodenständige Anweisungen und Drohungen, die Spezialität des Hauses. Auch hier ist der Kontrast zu Jesus vollkommen. Könnte Mohammed der Antichrist sein? Er wäre ein überzeugender Kandidat. Laut dem Ersten Johannesbrief ist der Antichrist derjenige, der „den Vater und den Sohn leugnet“ (1. Johannes 2,22), und Allah „zeugt nicht und ist nicht gezeugt worden“ (Koran 112:3). Schon im 8. Jahrhundert nannte Johannes von Damaskus den Islam „einen Vorläufer des Antichristen“.

Das Original jedes Hadiths lässt sich auf sunnah.com überprüfen.

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